Freitag, 4. Januar 2008

Nachtwache

Ich bin längst wach, mein Blick ruht auf deiner schlafenden Gestalt.
Du wirkst so schwach, ich streiche deine Decke glatt, ist dir kalt?

Du suchst nach Schutz, ich wache an deiner Seite,
Ich bin dein Nachtlicht in der Dunkelheit weil ich deinen Schlaf begleite.
Wovon träumst du nur? Ich hoffe es ist schön.
Ich wünsche dir von Herzen, dieser Traum möge in Erfüllung gehen.

Du murmelst leise, ich sorge dass es dir an nichts fehlt.
In solch zarter Weise, denn du wirkst so zerbrechlich beseelt.
Des Mondes matter Schein malt auf deiner Haut,
Der Samt der deinen Leib umhüllt ist mir so vertraut.

Dein Haar fällt wirr, deine Lippen sie formen Worte gemach,
Die du wohl im Traume ausprichst, die aber sonst niemand hören darf.
Wie schön du bist, dein Anblick birgt so viel,
Wie fein sind deine Züge in diesem Schattenspiel.

Ohne Zweifel hätten meine Gefühle nicht schon längst gesiegt,
Hätte ich mich in dieser Nacht für die Ewigkeit in dich verliebt.
Ich möchte nur nah sein, um dich mit meiner Wärme zu speisen,
Um in dich einzutauchen, mit dir in deinen Träumen zu reisen.

Du lächelst, was hast du wohl in deiner Phantasie gesehen?
Hast mich verzaubert, dein Feenstaub beginnt mir jede Schwerkraft zu nehmen.
Dann, wenn auch ich entgleite, wenn die Müdigkeit mich lähmt,
Was ist mein letzter Gedanke? Nur du wenn du schläfst.

12.09.05

Keine Kommentare: