Verzeih mir Gott, wenn ich nur an schlechten Tagen bete.
Es klingt paradox, aber dein Dasein bemerke ich erst wenn du fehlst.
Glück führte ich immer auf mich zurück und erst wenn der Wind sich drehte,
Fiel ich vor dir die auf die Knie und flehte, dass du mein Schicksal milde wählst.
Vergib mir Gott, so manch eitle Stunde,
In der ich mich so gerne reden hörte und mich selber überbot.
Von dir erzählte ich nichts in dieser heiteren Runde,
Und nichts davon wie klein ich bin in der Not.
Ich gebe zu, das Danken war stets schwerer als die Bitte,
Und du viel zu oft der Sündenbock.
Sorgsam wählt man seine Schritte,
Und doch landet alles am Schafott.
Du, der du alles weißt,
Weißt sicher auch um meinen Stolz.
Und auch genau was es für mich heißt,
Zuzugeben wenn ich nicht konnt - aber so gerne wollt.
Mein lieber Freund, drum machs mir nicht so schwer,
Und schieb gar nicht erst Steine auf meinen Weg.
Dann versprech ich dir, verlorener Sohn, ich komm nicht zu oft her,
Und bitte dich um nichts, in keinem bemühten Gebet.
Florian Beier, 13.04.10
Dienstag, 13. April 2010
Freitag, 24. April 2009
Klein sein
Die Last des Tages ist vorüber,
Doch in meinem Kopf spukt er noch.
Ich war ein Kämpfer, Schöpfer, Lügner,
Weil ich sonst nicht zu bestehen vermochte.
Mit meinen Masken ging ich durch die Welt,
Um mein Tagwerk zu erfüllen.
Dort draußen wo man mich für einen Riesen hält,
Ahnt man nichts vom Kind im Stillen.
Doch nun fällt hinter mir die Tür ins Schloß,
Und aller Schein von mir ab.
Hier stehe ich nun schwach und bloß,
Kann meine Schilde ruhen lassen bis zum nächsten Tag.
Ich hoffe du verstehst,
Dass ich bei dir nicht herrschen will.
Und bitte dich nur halt mich fest,
Wieg mich sanft umgeb mich still.
Ich will zerbrechlich sein bei dir,
Such in deinen Armen Schutz und Halt.
Umhüll mich, ich vesteck mich hier,
Kauer mich eng an deine Gestalt.
Ich leg den Kopf an deine Brust,
So schlaf ich sorglos wie ein Kind in deinem Beisein.
Du lächelst, du hast es längst gewusst,
Heut will ich nur hier liegen, heute will ich klein sein.
Florian Beier, 23.04.09
Doch in meinem Kopf spukt er noch.
Ich war ein Kämpfer, Schöpfer, Lügner,
Weil ich sonst nicht zu bestehen vermochte.
Mit meinen Masken ging ich durch die Welt,
Um mein Tagwerk zu erfüllen.
Dort draußen wo man mich für einen Riesen hält,
Ahnt man nichts vom Kind im Stillen.
Doch nun fällt hinter mir die Tür ins Schloß,
Und aller Schein von mir ab.
Hier stehe ich nun schwach und bloß,
Kann meine Schilde ruhen lassen bis zum nächsten Tag.
Ich hoffe du verstehst,
Dass ich bei dir nicht herrschen will.
Und bitte dich nur halt mich fest,
Wieg mich sanft umgeb mich still.
Ich will zerbrechlich sein bei dir,
Such in deinen Armen Schutz und Halt.
Umhüll mich, ich vesteck mich hier,
Kauer mich eng an deine Gestalt.
Ich leg den Kopf an deine Brust,
So schlaf ich sorglos wie ein Kind in deinem Beisein.
Du lächelst, du hast es längst gewusst,
Heut will ich nur hier liegen, heute will ich klein sein.
Florian Beier, 23.04.09
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