Mittwoch, 30. Januar 2008
Worte einer Mutter
Man sah dein Herz schlagen.
Stetig ohne Fehler, so vollkommen,
Oh es gibt so vieles dir zu sagen.
Du kannst mich bereits hören,
Sag mir, hörst du mich?
Mein Schatz ich kann dir schwören,
Mein Herz schlägt für dich.
Hast deine Augen noch verschlossen,
Du brauchst sie noch nicht.
Dass es dir an nichts fehlt kann ich nur hoffen,
Oh wie schön ist doch dein Angesicht.
So zart und auf der Suche nach Schutz,
Ich bin dein Zuhause.
Ich halte dich warm, dem Sturms zum Trotz,
Weil ich deine Liebe brauche.
Du bist die Unschuld,
Dort wie du süß schlummerst.
Wartest auf dein Erwachen so voller Geduld,
Fern von jeder Sorg und Kummer.
Oh mein holdes Kind,
Ich zähle die Stunden.
Ich weiß das Gottes Ohren wachsam sind,
Mein Gebet hat den Weg dorthin gefunden.
Ein Geschenk, mein kleiner Mensch,
Ich lehre dich das Leben,
Die Sonne, die Gestirne dort am Firmament,
Ich werde dir auf ewig all das geben.
So weit die Füße mich tragen,
So wahr die Kräfte reichen.
Bis an das Ende von allen Tagen,
Werd ich dieses Glück greifen.
Und dann wenn du kommst,
Sei alles für dich bereit.
Weil du nun unter meinem Herzen wohnst,
Und bei meinem Herzen bleibst.
14.08.05
Mittwoch, 16. Januar 2008
Wenn Menschen sterben
Warum kann ich nicht weinen wenn Menschen sterben?
Warum fühle ich keine Trauer?
Bei anderen liegt ihr Leben in Scherben,
Und ich fühle nur ein leises Bedauern.
Warum kann ich nicht vor Verzweiflung schreien?
Ohnmächtig straucheln vor Schmerz?
So wie andere elendig leiden,
Schlägt unberührt mein Herz.
Warum kann ich nicht zweifeln?
An Gottes Existenz oder dem Sinn.
Fehlt mir nur das Begreifen?
Weil meine Empfindungen stumpf sind?
Warum frage ich nicht nach dem Zweck?
Sondern lasse sie in Frieden ziehen?
Und nimmt man mir den liebsten Menschen weg,
Wird meine Seele Dunkel tragen ohne ihn?
Vielleicht ahne ich wohin sie gehen,
Und kann deshalb nicht in Trauer sein.
Vielleicht scheint mein Herz ja zu verstehen,
Dass sie im Licht vor Freude weinen.
14.06.07
Montag, 14. Januar 2008
Begierde
Weit bin ich in deinem Rausch,
Betört mein Geist.
Um mich herum lodern Flammen auf,
Ohne dass ich davon weiß.
Du richtest meinen Blick auf dich,
Lässt meine Gedanken um dich kreisen.
Ganz so als söge ich dich in mich,
In abertausend zarten Weisen.
Im Strudel deines Wesens,
Treibt meine Seele ohne Furcht.
Deine Wärme sei gepriesen,
Dein Sog wetzt meine Ketten durch.
Ich lasse mich fallen, hinfort wirst du mich tragen.
Mein Vertrauen zu dir ist blind.
Du brauchst keinen Laut zu sagen,
Denn meine Ohren sind gestillt.
Nie fühlte es sich reiner an,
Onmächtig zu sein.
Es gibt wohl nichts das ich nicht getan,
Nur um in deinem Labyrinth verirrt zu bleiben.
Keine Welt kann ich spüren,
Nur den Schauder meines Glücks.
Wohin wirst du meine Liebe führen?
Hinein in die Ewigkeit dieses Augenblicks.
14.01.2008
Als du mich sanft berührt hast
Die dein Herz so eifrig spricht.
Um mich an Zärtlichkeit zu gewöhnen,
Weil sonst nichts meinen Panzer bricht.
Scheu stand ich daneben,
Ohne Anteil an der Flut.
Doch langsam fühle ich das Leben,
Gemächlich spüre ich die Glut.
Du bist der Weg ins Innere,
Ein mir fremdes Land.
Das letzte an das ich mich erinnere,
Ist der Griff nach deiner Hand.
So eisig war es bevor du kamst,
So eisig und ohne Zuflucht.
Bevor du mich in deine Arme nahmst,
Hab ich dich zu lang gesucht.
Die Furcht hab ich nie vergessen,
Weil mein Herz die Trauer kennt.
Die Liebe ist so knapp bemessen,
Weil sich die Welt nach Kummer sehnt.
Du bist das Meer in meinem Herzen,
Meine Seele aufgewühlt in deiner Gischt,
So haftet mein Blick an den Sternen,
Hoffend dass keiner unter ihnen je erlischt.
Mit Schaudern wartet meine Haut,
Auf dass du sie erfasst,
So leicht war mein Spiel durchschaut,
Nur als du mich sanft berührt hast.
27.09.06
Freitag, 11. Januar 2008
Gedanken eines Verstorbenen
Warum nur verzweifeln sie, wo sie sich doch dessen bewusst sind dass wir uns schon bald wieder sehen? Warum nur sind sie von solcher Trauer umfangen, obwohl man ihnen doch gesagt hat, dass ich sie nie verlasse? Sie denken an mich, weinen um mich an meiner Ruhestätte, dem Ort meines Neubeginns. Ist es ein Grab? Nein, es ist ein Ort voll von Licht und tanzenden Farben, voller Erinnerungen und voll ungebändigter Liebe. Könnte ich ihnen nur sagen dass meine Liebe über den Tod hinausgeht, ihnen sagen dass ich immer unter ihnen sein werde…würden sie dann nicht mehr weinen?
Ich bin bei euch, für immer. Und nun geht, zurück ins Leben, ohne zu vergessen, aber um zu akzeptieren was vielleicht unverständlich erscheint, aber dennoch der Lauf der Dinge ist.
Lebt, und ich werde mit euch sein.
Florian Beier, 11.10.04
Mittwoch, 9. Januar 2008
Der Zaungast
Wärme steigt in mir auf.
Mein Herz, es darf grad glücklich sein,
Meine Träume nehmen ihren Lauf.
Momente im Sonnenschein,
Stiller Platz auf warmen Steinen.
Blumen die im Licht gedeihen,
Wahre Kunst ensteht im Kleinen.
Gedankenlos schweift mein Blick umher,
Streicht sanft über die Hügel.
Ein Rausch umfliegt das Blumenmeer,
Mit zartem Schlag der hauchdünnen Flügel.
Der Duft der die Luft erfüllt,
Wird zu Bildern in meiner Phantasie.
Ein Gefühl das mein Verlangen stillt,
Von gottgemachter Poesie.
Barfuß schlender ich durch das Gras,
Der Tau perlt meine Haut hinab.
Ein Wunder das ich hier durchschreiten darf,
Ein Segen hier an diesem Tag.
Leichter Wind in den Baumkronen,
Pfeift leise eine Melodie.
Ein Gleichgewicht der Jahrmillionen,
Die Wunder, ich bezeuge sie.
30.01.2007
Dienstag, 8. Januar 2008
Eisblumen

Und trete auf die Straßen hinaus.
Die Stadt ist schon lange erwacht,
Und nimmt längst mit Hast ihren Lauf.
Von den Wolken sind nur Schlieren zu sehen.
Auf diese Zeichen will ich mich verlassen,
Der Tag wird unter der Vorherrschaft der Sonne stehen.
Ich spüre das Strahlen immer wärmer scheinen.
Das Licht wird bald allgegenwärtig sein,
Und bricht sich im Eis wie in einem Meer aus Edelsteinen.
Bei dem Zauber mit dem sich der Morgen offenbart.
Die Schönheit lässt keine Zweifel zu,
Es scheint als ob Gott heut früh auf Erden war.
Die rings um mich durch das Treiben gehen.
Sie ahnen nicht den Grund dafür,
Weil sie scheinbar keine Wunder sehen.
Ich wander durch eine Galerie.
In jeder Eisblume auf den Steinen zu meinen Füßen,
Seine Sprache, ich verstehe sie.
Montag, 7. Januar 2008
Heimkehr
Den Weg voller Erinnerung entlang.
Als seien sie dieselben die sie damals waren,
Erkenne ich die Vögel an ihrem Gesang.
Als tauchte man ein in sein Entsinnen,
Geht sich der Weg wie von selbst.
So als würde etwas neu beginnen,
Setz ich Schritte in eine neue Welt.
Die Furcht ringt mit der Freude,
Lässt meine Füße zögernd gehen.
Man merkt nicht dass jemals Zeit verging,
Als würde das Uhrwerk hier still stehen.
Als habe Gott diesen Ort vergessen,
Und ließ woanders die Welt passieren.
Als seien die Wasser des Flusses nie weiter geflossen,
Scheint sich der Puls hier zu verlieren.
Der Duft des Sommers ist der selbe,
Wie der als ich als Kind hier lag.
Und sehnsüchtig träumte von der Ferne,
Zu klein war mir die Welt an diesem Tag.
Seh die Flaschenpost noch schwimmen,
Mit der ich der Ferne schrieb.
Wollte eifrig Pläne spinnen,
Von denen jeder ein Traum blieb.
Meine Finger streifen Ähren,
Als ich um die Biegung ging.
Was, wenn ich nie gegangen wäre?
Ich kehre heim dorthin, wo mein Herz noch hing.
15.03.07
Freitag, 4. Januar 2008
Nachtwache
Du wirkst so schwach, ich streiche deine Decke glatt, ist dir kalt?
Du suchst nach Schutz, ich wache an deiner Seite,
Ich bin dein Nachtlicht in der Dunkelheit weil ich deinen Schlaf begleite.
Wovon träumst du nur? Ich hoffe es ist schön.
Ich wünsche dir von Herzen, dieser Traum möge in Erfüllung gehen.
Du murmelst leise, ich sorge dass es dir an nichts fehlt.
In solch zarter Weise, denn du wirkst so zerbrechlich beseelt.
Des Mondes matter Schein malt auf deiner Haut,
Der Samt der deinen Leib umhüllt ist mir so vertraut.
Dein Haar fällt wirr, deine Lippen sie formen Worte gemach,
Die du wohl im Traume ausprichst, die aber sonst niemand hören darf.
Wie schön du bist, dein Anblick birgt so viel,
Wie fein sind deine Züge in diesem Schattenspiel.
Ohne Zweifel hätten meine Gefühle nicht schon längst gesiegt,
Hätte ich mich in dieser Nacht für die Ewigkeit in dich verliebt.
Ich möchte nur nah sein, um dich mit meiner Wärme zu speisen,
Um in dich einzutauchen, mit dir in deinen Träumen zu reisen.
Du lächelst, was hast du wohl in deiner Phantasie gesehen?
Hast mich verzaubert, dein Feenstaub beginnt mir jede Schwerkraft zu nehmen.
Dann, wenn auch ich entgleite, wenn die Müdigkeit mich lähmt,
Was ist mein letzter Gedanke? Nur du wenn du schläfst.
12.09.05
Wenn ich dich heimlich liebte
Wäre ich bei dir in der Nacht.
Um über deinen Schlaf zu wachen,
Weil mich deine Nähe glücklich macht
Du wüsstest nicht dass meine Liebe bei dir wäre,
Sie ließe dich nicht allein.
Meine Seele würde sich an die deine schmiegen,
Wir wären im Vollkommenen eins.
Du würdest denken es sei die Wärme,
Die leis aus deinen Kissen steigt.
In diesem Glauben ließe ich dich gerne,
In Wahrheit ist meine Sehnsucht deine Behaglichkeit.
Meine Finger malten ins Leere,
Wenn ich dir in Gedanken sacht durch die Haare strich.
Wenn da nicht nur die Leere wäre,
Sondern für einen Augenblick wahrhaftig dein Gesicht.
Für mich wärst du die meine,
Du würdest wissen zu wem du gehörst.
Und wenn ich dann ganz still weinte,
Ist dir, als ob du Tränen spürst.
Mein Herz läge ganz sanft an deiner Seite,
Bis es am Morgen wieder zurück zu mir kehrte.
Um dir im Geheimen ein jedes Wunder zu bereiten,
Und hinterließe eine vom Wind verwehte Fährte.
Meine Seele hätte geliebt heut Nacht,
Wie für die Ewigkeit, eine tiefe Schwere.
Du fühlst noch Spuren von mir wenn du erwachst,
Selbst wenn diese Liebe heimlich wäre.
05.07.07
Meiner Seele deinem Sieg
Dein Wehrturm mit uneinnehmbaren Mauern, eine Festung vor dem tückischen Wind.
Dein Lied will ich sein, wenn es die Stille ist, vor der dir bangt.
Eine jede Form werde ich haben, wonach auch immer dein Schmerz verlangt.
Werd dir Brise sein wenn du auf den Weltmeeren treibst.
Alle Mäche zusammenraffen wenn du Schwäche zeigst.
Ich wachse aus mir heraus wenn du dich in dir verirrst.
Dein Kompass werd ich sein wenn du auf dem Weg die Orientierung verlierst.
Ich will deine Wasser sein wenn dein Tränenbrunnen nur noch Staub zu Tage führt.
Ein Gebet das aus den Trümmern ragt damit du deinen Himmel spürst.
Werd mich selbst und die Welt in deine Dienste stellen.
Führ dich mit raschem Schritt aus dem Wald hinaus um deine Angst zu fällen.
Suche unermüdlich nach deiner Liebe die in alle Winde verwehte,
Füg die Teile deines Herzens zusammen und verstärke ihre Nähte.
Ertränk deine Verzweiflung in Mut um dein Universum neu zu gestalten.
Ich weihe meine Seele deinem Sieg, mein Versprechen wird gehalten.
München, 03.01.08
Donnerstag, 3. Januar 2008
Immer wenn du gehst
Wie allein ich doch bin ohne dich,
Und wenn du bei mir bist,
Dann ahne ich nicht,
Dass meine Welt so einsam ist.
Denn kaum bist du aus meinen Augen,
Steigen Schatten um mich auf.
Die mir meinen Frieden rauben,
Sie löschen meine Lichter aus.
Für mich in meiner Welt zu sein,
Kaum ist es um mich still,
Fallen meine Mauern ein.
Scheinbar mehr geliebt als ich gewusst.
Noch tiefer verinnerlicht,
Bist zu Zuhaus in meiner Brust.
Hast den Verirrten heim gebracht.
Bist seither wohl der Grund gewesen,
Warum mein Leben zu leben Sinn macht.
Immer wenn du von mir gehst.
Darum ist mir stets so schwer,
Wenn du dich leis aus meinen Armen löst.
In deinem Herzen sieht es stürmisch aus.
Ich höre deine Schritte in der Diele,
Geliebt, oh du kommst nach Haus.
