Kalt und schneidend weht der Wind des Herbstes über ihre starren Gesichter. Zu Leid und Kummer verzogen, dieselben Menschen deren Lachen ich so liebte. Wild tanzend umkreist das welke Laub der Bäume mit ihren tausend Farben die Zeremonie. Vogelschwärme sammeln sich für ihre Reise aus Instinkt, an Orte, in denen sie im Winter überleben können. Hier stehen sie in Trauer, meine geliebten Geschwister, Kinder, Enkelkinder und Freunde. Warum nur weinen sie, wenn sie doch wissen dass der Tod Erlösung war?
Warum nur verzweifeln sie, wo sie sich doch dessen bewusst sind dass wir uns schon bald wieder sehen? Warum nur sind sie von solcher Trauer umfangen, obwohl man ihnen doch gesagt hat, dass ich sie nie verlasse? Sie denken an mich, weinen um mich an meiner Ruhestätte, dem Ort meines Neubeginns. Ist es ein Grab? Nein, es ist ein Ort voll von Licht und tanzenden Farben, voller Erinnerungen und voll ungebändigter Liebe. Könnte ich ihnen nur sagen dass meine Liebe über den Tod hinausgeht, ihnen sagen dass ich immer unter ihnen sein werde…würden sie dann nicht mehr weinen?
Ich bin bei euch, für immer. Und nun geht, zurück ins Leben, ohne zu vergessen, aber um zu akzeptieren was vielleicht unverständlich erscheint, aber dennoch der Lauf der Dinge ist.
Lebt, und ich werde mit euch sein.
Florian Beier, 11.10.04
Freitag, 11. Januar 2008
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