Montag, 18. Februar 2008

Menschen weinen nachts

Des nachts kriecht die Einsamkeit,
Wie Nebel durch die Gassen.
Und ist man es nicht seit langer Zeit,
So fühlt man sich im Dunkel verlassen.

In ihrem Betten wachen sie,
Wenn in ihren Herzen Stürme wehen.
Des Tages geschieht um sie so viel,
Doch in der Nacht können sie sich nicht entziehen.

Und Menschen weinen nachts,
In Trauer über ihre Existenz.
Und Menschen liegen wach,
Sie sind zu sehr verletzt.

Im spärlichen Schein ist es gleich,
Niemand kann ihre Tränen sehen.
Und bevor der Tag ihren Himmel erreicht,
Fließen Bäche, Meere und Seen.

Denn Menschen weinen nachts,
Sie sind von der Kälte umgarnt.
Niemand der mit ihnen wacht,
Keiner der sie zum Trost umarmt.

Und niemand hört ihren Schmerz,
Weiß niemand um ihr Leid?
Öffnet kein Mensch sein Herz?
Findet keines Menschen Seele Zeit?

Denn Menschen weinen nachts,
Einsam, weinen bitterlich.
Menschen liegen wach,
Und weinen, so wie ich.

Florian Beier, 14.02.08

Wie soll ich meine Seele festhalten?

Wie soll ich meine Seele festhalten?
Sie hindern daran um dich zu schweben?
Wie soll ich mit meinem Herzen walten?
Wenn es sich sehnt nach deinem Leben?

Wie soll ich meine Liebe stillen?
Meine Sehnsucht an mich binden?
Sie lebt und liebt nur deinetwillen.
Und wird dich suchen um dich zu finden.

Wie soll ich meine Worte richten?
Damit ich nicht länger Hoffnung haben kann?
Vielleicht wenn mein Herz zerbricht,
Bricht es auch diesen Bann.

Wie soll anfangen zu vergessen?
Bist du nicht schon längst ein Teil von mir?
Und doch hab ich dich nie besessen,
Erträumt hab ich mir so manchen Moment mit dir.

Mein Herz wird nicht begreifen,
Dass du ihm aus den Fingern rinnst.
Mein Sehnen lässt nicht zu zu zweifeln,
Dass es deine Gunst gewinnt.

Wie soll ich meine Seele festhalten?
Anfangen blind zu sein für dein Licht?
Die Zeiten wären wie die alten,
Ich würde in Frieden leben, aber ohne dich.

Florian Beier, 14.02.08

Mittwoch, 6. Februar 2008

Der Begleiter

Mal ein Lachen direkt in mein Gesicht,
Dort wo manchmal die Trauer sitzt.
Verzaubere, ja verführe mich,
Und nimm von meinem Herz Besitz.

Dringe tief, lös all den Schmerz,
Wie mühelos du es doch tust.
Schick meine Sorgen himmelwärts,
Während du in meinem Innersten ruhst.

Komm still in lauten Zeiten,
Ganz sacht aus der Ferne.
Beginne meinen Horizont zu weiten,
Weil ich durch dich Hoffnung lerne.

Doch nicht nur zum Trost,
Sei auch Begleitung meines Zorns.
Denn wenn der Sturm mal wütend tost,
Wär ich ohne deine Kraft verloren.

Tanz mit mir wenn du schwingst,
Entfessele meinen Drang.
Harmonier mit mir wenn du singst,
Im absoluten Gleichklang.

Sei Kulisse meines Lebens,
Ruf Erinnerungen wach,
Denn nur mit dir sehe ich sie schweben,
Bilder meine Jugend mit dir eilen sie mir nach.

Trockne manche Träne,
Die das Leben aus meinem Auge treibt,
Weil ich mich durch dich in Liebe wähne,
Weil du Musik, für immer in meinem Herz bleibst.
10.10.06