Donnerstag, 13. März 2008

Ohne dich

Ohne dich ist die Nacht nur ein schwarzes Loch ohne Licht,
Das Rauschen des Waldes nur brüllendes Tosen.
Das Ticken der Uhr Faustschlag gegen mein Gesicht,
Nur der Dorn bleibt mir von den Rosen.

Ohne dich ist die Liebe das Glück der anderen,
Und dieses Glück nur ein Spiel.
Im Freisein werd ich zum Gefangenen,
Wenn ich nichts bekomm aber erträume so viel.

Ohne dich ist der Sommer nur wütendes Feuer,
Das Meer ein trauriges Moor aus Tränen.
Alle Schönheit wird mir ungeheuer,
Schwarze Raben statt stolzen Schwänen.

Ohne dich ist Zärtlichkeit nur angewöhntes Tun,
Etwas das mechanisch geschieht.
Seither kann ich nicht mehr ruhn,
Weil sich der Mond vor meine Sonne schiebt.

Ohne dich ist mein Leben lästige Pflicht,
In dem man wartet dass es vorübergeht.
Hoffnung gibt es nicht,
Weil dein Leben ohne mich Früchte trägt.

Ohne dich wag ich es nicht zu schlafen,
Denn im Traum bist mir nicht herausgerissen.
Doch der Morgen weiß das Trugbild zu entlarven,
Und mein Tränen fließen.

Ohne dich ist jedes Wort das ich schreibe,
Doch nur ein Flehen um deine Wiederkehr.
Zwischen und auch direkt auf den Zeilen,
Schreibt sich meine Seele leer.

Ohne dich wenden sich meine Kräfte gegen mich,
Als wollte ich mich selbst zerstören.
Es kommt der Tag an dem begreife ich's,
Bis dahin werd ich dir gehören.

Florian Beier, 13.03.08

1 Kommentar:

Sasi hat gesagt…

Wirklich sehr schöne, traurige und rührende Gedichte. Spricht so ein bisschen jedem aus der Seele. Und mutig, sie ins Netz zu stellen.
Da kommen meine nur in ein kleines Büchlein, das nie jemand zu Gesicht bekommt :)